Worte zum Abschied

Trauerrede schreibenEin Rede-Gerüst aus Ihren Erinnerungen

Beantworten Sie ein paar Fragen zum Leben des Menschen, von dem Sie sich verabschieden. Daraus entsteht eine Rede in sechs Teilen, die Sie weiterschreiben, kopieren oder als PDF speichern.

Wer ist verstorben?

Aus Ihrer Sicht: Ihre Mutter, Ihr Opa, Ihr Kollege …

Vorname und Lebensdaten

Der Vorname wird in der Rede verwendet. Jahr und Ort sind freiwillig.

Stationen des Lebens

Eine Station pro Zeile, in Stichworten oder ganzen Sätzen.

Was hat diesen Menschen ausgemacht?

Bis zu drei Eigenschaften.

Eine Erinnerung

Eine kleine Szene genügt. Was ist passiert, was wurde gesagt?

Ton der Rede

Bitte wählen Sie zuerst unter 1, um wen es geht.

Der Aufbau einer Trauerrede, Schritt für Schritt

Fast jede gute Trauerrede folgt dieser Reihenfolge. Sie gibt Halt, wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen.

  1. 1

    Begrüßung

    Sprechen Sie die Trauergäste an und sagen Sie in einem Satz, wer Sie sind und in welcher Beziehung Sie zum Verstorbenen standen.

  2. 2

    Lebensweg

    Zwei bis vier Stationen genügen: Herkunft, Beruf, Familie, ein Umzug oder Neuanfang. Keine vollständige Biografie, die kennen die meisten ohnehin.

  3. 3

    Wesen

    Wie war dieser Mensch? Wählen Sie zwei oder drei Eigenschaften und belegen Sie jede mit etwas, das man sich vorstellen kann.

  4. 4

    Eine Erinnerung

    Eine kleine Szene trägt mehr als zehn Adjektive. Wo war es, was wurde gesagt? Ein heiterer Moment ist erlaubt und tut oft gut.

  5. 5

    Dank

    An Pflegende, Nachbarn, Freunde und an alle, die gekommen sind. Namen nur, wenn Sie niemanden vergessen können.

  6. 6

    Abschied

    Ein letzter Satz direkt an den Verstorbenen oder ein Gebet. Kurz, damit Sie ihn auch mit belegter Stimme sagen können.

So finden Sie den Stoff

  • Fotoalben durchblättern und notieren, was Ihnen einfällt.
  • Geschwister, Freunde und Nachbarn fragen: „Woran denkst du zuerst?“
  • Typische Sätze sammeln, die dieser Mensch oft gesagt hat.
  • Gegenstände ansehen: die Werkzeugkiste, das Kochbuch mit Flecken, den Gartenstuhl.

Beim Vortragen

  • Langsamer sprechen, als es sich richtig anfühlt.
  • Groß ausdrucken, Seiten nummerieren.
  • Vorher einmal laut vor einer vertrauten Person lesen.
  • Ein Glas Wasser bereitstellen lassen.

Wie eine fertige Rede klingen kann, zeigen unsere sieben Beispielreden für Eltern, Großeltern, Partner, Freunde und Kollegen. Für die Dankeskarten danach hilft der Danksagungs-Baukasten.

Häufige Fragen

Wie lang sollte eine Trauerrede sein?

Drei bis fünf Minuten sind üblich, das sind etwa 350 bis 600 Wörter. Sprechen mehrere Personen, darf jede Rede kürzer sein. Fragen Sie den Bestatter oder die Pfarrerin, wie viel Zeit eingeplant ist.

Wie beginne ich eine Trauerrede?

Mit einer Anrede („Liebe Familie, liebe Freunde …“) und einem Satz dazu, wer Sie sind. Danach können Sie direkt mit einem Bild oder einer Erinnerung einsteigen, statt mit dem Geburtsdatum.

Darf man in einer Trauerrede lachen?

Ja. Eine heitere Erinnerung, die zum Menschen passt, entlastet die Trauergäste und zeigt, wie er oder sie war. Vermeiden Sie nur Anekdoten, die jemanden bloßstellen.

Was mache ich, wenn mir beim Reden die Stimme bricht?

Halten Sie kurz inne, atmen Sie und trinken Sie einen Schluck Wasser. Das versteht jeder. Vereinbaren Sie vorher mit einer vertrauten Person, dass sie im Notfall weiterliest, und geben Sie ihr eine Kopie.

Sollte ich die Rede ablesen oder frei halten?

Ablesen ist bei Trauerreden völlig üblich. Drucken Sie den Text groß (14 bis 16 Punkt) mit breitem Zeilenabstand aus und markieren Sie Stellen, an denen Sie Pause machen wollen.

Werden meine Angaben im Baukasten gespeichert?

Nein. Das Rede-Gerüst entsteht in Ihrem Browser. Was Sie über den verstorbenen Menschen eintippen, wird nicht an uns übertragen.